Sanierungskredit und die richtige Vorgehensweise

Sanierungskredit



Sanierungskredit

Ein Sanierungskredit wird in der Regel für die Renovierung von Wohneigentum oder Gewerbeeigentum genutzt. Für die Besicherung bzw. Absicherung des Darlehens dient eine Grundschuld im Grundbuch. Es wird hierbei ein Annuitätendarlehen ( Baufinanzierung mit Zins und Tilgung ) über den Sanierungsbedarf abgeschlossen. Bei fremdgenutzten Gewerbe- oder Wohnraum ( Kapitalanlage ) ist auch eine Tilgungsaussetzung möglich. Hierbei wird ein Bausparvertrag oder eine Kapitallebens- versicherung anstelle der Tilgung angespart und der Bank abgetreten.

Wird eine gebrauchte Immobilie neu erworben und es besteht noch ein Instandhaltungsrückstau  ( Sanierungsbedarf ), dann spricht man hierbei von einer Baufinanzierung.

Kaufpreis + Sanierungskosten + Erwerbsnebenkosten

In dieser Konstellation werden der Kaufpreis + die Sanierungskosten addiert. Hierbei sollten 20 – 30 % der Gesamtkosten und die Erwerbsnebenkosten als Eigenkapital vorhanden sein.

Von einem Sanierungskredit wird gesprochen, wenn sich die Immobilie bereits im eigenen Besitz befindet und Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen notwendig sind. Auch ist eine Finanzierung auf den ersten Blick kein Problem, da Sanierungsmaßnahmen zu einer Wertsteigerung führen.



Dennoch wird ein Sanierungskredit zu einer weiteren monatlichen Belastung führen. Wenn Sie z. B. Ihre Immobilie vor 8 Jahren erworben haben und benötigen nun einen Sanierungskredit, dann ist natürlich bei einem Annuitätendarlehen ( Tilgung steigt über die Jahre – Zins sinkt ) bei einer Tilgung von 2 % der Abzahlungsbetrag noch nicht sehr hoch.

Für Ihren Sanierungskredit benötigen Sie nun ein Nachrangdarlehen, welches meist etwas höher ist als die normalen Konditionen. Planen Sie eine relativ hohe Sanierung, sind Sie schnell über dem Beleihungswert und Sie benötigen weitere Eigenmittel. Auch sind Kostenvoranschläge nicht bindend, daher muss ein gewisser Betrag zu den kalkulierten Kosten dazu gerechnet werden.

Wir würden Ihnen nachfolgende Vorhgehensweise empfehlen:

Sanierungskredit

Tipps:

  • Sanierungskosten planen + Aufschlag von 15 – 20 %
  • Über den Sanierungsbedarf bei der Hausbank ein Angebot einholen
  • Alte und neue Rate addieren und sehen, ob dieser Betrag machbar ist
  • Wenn möglich, beim Sanierungskredit höhere Tilgung
  • Kreditvergleiche einholen
  • Bei besseren Kreditangeboten mit Hausbank verhandeln
  • Wenn die Hausbank auf die Konditionen nicht eingeht
  • Nachrangdarlehen mit anderer Bank abschließen

Sanierungsdarlehen